Projekt

Niwenhaus

„Der Tunnel der Dom Pedro Unterführung eignet sich ideal.“

Gelegen zwischen zwei Kirchengemeinden – nahe einer Grundschule, einem Altenheim und einem Sportklub, ist er besonders geeignet, einen Dialog mit Passanten mit unterschiedlichen Sichtweisen herzustellen.

Ähnlich wie bei anderen Wandgestaltungen des Malers aus der Serie „Public Viewing“ wird das Wandbild im Dialog mit Bewohnern und Viertelkundigen entstehen. Denn vorbeikommende Passantinnen und Passanten aller Altersstufen, sozialer, religiöser oder nationaler Hintergründe, die im Viertel leben und etwas Besonderes dazu berichten können, sind dazu aufgerufen, zur Umsetzung des Wandbilds Geschichten, Erlebnisse und persönliche Erfahrungen, die sie mit dem Stadtteil verbinden, beizutragen.

Beigetragenes Material (wie Fotos und Zeitungsartikel etc.) und Geschichten aus ihrem Leben und Sichtweisen über ihr Stadtviertel wird der Künstler in die Komposition einfließen lassen. Um auch vorher schon selbst gedanklich mit ausreichend geistiger (und bildhafter) Materie zum Stadtteil unterfüttert zu sein, hat der Maler Recherche im Stadtviertel betrieben und Informationen über geschichtliche Aspekte und Einschätzungen von Experten und ansässigen Vereinen, über architektonische, politische und kulturelle Besonderheiten etc. zusammengetragen.

Schloß Nymphenburg, von Parish Kostümbibliothek, Museum Mensch und Natur, Botanischer Garten, Klinikum dritter Orden, Positive Propaganda, Türkisches Konsulat, ansässige Schulen (mit Einladungen von Schulklassen, das Kunstprojekt zu besuchen) z.B. Maria-Ward und Käthe Kollwitz Gymnasium, Samuel Heinicke Realschule, Altenheime, Dante Bad, Sommer-Tollwood, Goethe Institut, Schwere Reiter Tanz/Theater/Musik, Pathos, das Imal Atelier, das Schloß, Blutenburg Theater, Theater Blaue Maus, Backstage Club, Galerie Dog and Pony, das Kreativ Quartier etc…. Sie alle machen das Leben im Viertel aus und werden sich in der Umsetzung des Wandbildes widerspiegeln.

Ziel der muralen Wandarbeit ist es, Erlebnisse, Gedanken, Erinnerungen und Wünsche zum Stadtteil ineinander zu verweben. Die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit sich begegnen zu lassen, Ereignisse von großer Bedeutung mit der Perspektive einzelner Bürger zu verknüpfen. In Bild-in Bild-Situationen werden diese Eindrücke miteinander verschmelzen und assoziativ, frei und ohne Vorzeichnung Einzug in die Gesamtkomposition halten. So entsteht schließlich eine Art Mikro- und Makro-Kosmos Neuhausen-Nymphenburg, der in der technischen Umsetzung auf zuvor glatt gespachtelten Grund im künstlerischen Prozess mit einer Mischung aus verschiedenden Acryltechniken, teils malerisch, teils zeichnerisch ausgearbeitet wird.